Über uns

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Wer wir sind: Ein Berggasthof mit Charakter und Verwurzelung

Der Berggasthof Spiegelslust ist ein traditionsreicher Ort oberhalb von Marburg. Direkt am Spiegelslustturm gelegen,
verbindet er regionale Küche, Natur und die besondere Atmosphäre des Marburger Stadtwalds. Für viele Menschen aus der Stadt und der Region ist der Gasthof seit Jahren ein vertrauter Anlaufpunkt – sowohl für kurze Pausen im Grünen als auch für
längere Aufenthalte in geselliger Runde.
 
Unser Anspruch ist klar: Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Gemeinschaft entsteht. Ein Platz, an dem Wanderer, Radfahrer, Familien, Studierende und Ausflügler gleichermaßen willkommen sind. Diese Offenheit prägt unseren Alltag und macht den Berggasthof zu dem, was ihn auszeichnet.

Das Wegenetz bietet Touren für unterschiedliche Ansprüche – von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Wanderungen. Auch Radfahrer profitieren von der guten Anbindung und nutzen den Berggasthof als Ausgangspunkt oder Zwischenhalt. Eine fahrradfreundliche Infrastruktur ist bereits vorhanden, sichere Abstellmöglichkeiten stehen bereit. Zukünftig werden geplante E-Bike-Ladestationen das Angebot ergänzen.

Die besondere Lage im Wald sorgt im Sommer für angenehme Temperaturen und schafft ein Umfeld, in dem man auch an warmen Tagen entspannt verweilen kann. Für Kinder gibt es einen großen Spielbereich, während die Himmelliegen im Ruhebereich die Möglichkeit bieten, den Blick durch die Baumkronen schweifen zu lassen – ein Highlight für alle, die eine Pause vom Stadtleben suchen. Durch die direkte Nähe zu zahlreichen Wanderwegen ist der Biergarten außerdem ein idealer Zwischenstopp für längere Touren und Radstrecken.

Die historische Spiegelslust und wie sie ihren Namen erhielt.

Es war um das Jahr 1800, in der Zeit der Romantik, als ein Kanzleibeamter des Marburger Obergerichts namens Köhler, auf seinen Wanderungen rund um Marburg auf den Lahnbergen einen Aussichtsplatz entdeckte, der einen einzigartigen Blick auf das Marburger Schloß, die Altstadt und die Elisabethkirche bot. Er ließ Sitzgelegenheiten aufstellen und schon bald war dies ein beliebtes Ausflugsziel der Marburger, die ihm den Namen „Köhlers Ruhe“ gaben.

An der Marburger Universität studierte seit dem Jahre 1820 Werner Freiherr von Spiegel zum Desenberg. Seine Familie, deren Geschichte sich bis zum Mittelalter zurückverfolgen läßt, lebte seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Halberstadt am Ostrand des Harzes. Dort war der Großvater Werners 1753 Domdechant geworden und hatte 1761 einen Teil der kahlen Halberstädter Berge erworben, um auf ihnen einen Landschaftspark und ein kleines Jagdschloß anzulegen. Noch heute tragen sie den Namen „Spiegelberge“. Der Natur- und Jagdliebhaber Werner Freiherr von Spiegel entdeckte auf seinen Streifzügen in der Marburger Umgebung sehr bald die „Köhlers Ruhe“. Nachdem der Kanzleibeamte Köhler 1821 verstorben war, kümmerte sich Freiherr von Spiegel intensiv um den schönen Aussichtsplatz auf den Lahnbergen. Er ließ auf eigene Kosten eine schmucke Anlage mit Steingrotten, einen Musikpavillon und einen kleinen Keller zur Aufbewahrung von Getränken errichten. Diese Anlage vergrößerte die Bekanntheit und Attraktion des Ortes enorm und bald wurde er von vielen Besuchern nur noch die „Spiegelslust“ genannt.

Als Freiherr von Spiegel Marburg nach seinen Studienjahren verließ, schenkte er die gesamte Anlage auf „Spiegelslust“ der Stadt Marburg. Da die Beliebtheit dieses Ausflugszieles stetig wuchs, gestatteten Marburgs Stadtoberen in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts die Errichtung einer schlichten Gaststätte. Nicht weit von ihr entfernt wurde im Jahre 1887 der Grundstein für einen Aussichtsturm gelegt; ein erster Turmbau war 1871, immerhin 29 Meter hoch, bei einem Sturm eingestürzt. Ein neuer Versuch des Aufbaus gelang und am 02.09.1890, 20 Jahre nach der Schlacht von Sedan, wurde der 36 Meter hohe Turm eingeweiht, der zur Erinnerung an die Gründung des 2. Deutschen Reiches den Namen „Kaiser-Wilhelm-Turm“ erhielt. Die Waldgaststätte und die gesamte „Spiegelslust“ wurden im Laufe der Jahre immer wieder umgestaltet. Viele Pächter kamen und gingen. Seit dem Jahre 1961 bewohnte und bewirtschaftete die Familie Bättenhausen „Spiegelslust“. Jens und Jörg Bättenhausen übernahmen den elterlichen Betrieb 1989. Viele Marburger Bürgerinnen und Bürger hatten zuvor durch Leserbriefe und Unterschriftslisten den Verkauf und Abriß „ihrer Spiegelslust“ verhindert.
Nach umfangreichen Ausbauten und Renovierungen wurde die Gaststätte am 23. Mai 1990 wiedereröffnet.
Jens Bättenhausen führte das Haus nach dem Ausscheiden seines Bruders aus dem Betrieb 2004 bis zur Übergabe im Jahre 2022 alleine weiter.
In ebendiesem Jahr erwarb der Marburger Unternehmer Roman Gischler das historische Gebäude und wandelte die Nutzung in einen hessischen Berggasthof durch zusätzlich zur Bewirtung neu eingerichtete Ferienappartements um.
Den Namen änderte er nunmehr in “Berggasthof Spiegelslust”.

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Ursprung am Turm

Entwicklung zum Ausflugsziel

Teil der Marburger Identität

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Ursprung am Turm

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Entwicklung zum Ausflugsziel

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Teil der Marburger Identität

Bis heute ist der Standort ein Stück Marburger Identität. Viele Gäste verbinden den Weg zum Turm ganz selbstverständlich mit einer Einkehr im Gasthof: ein Zusammenspiel, das den Charakter des Ortes seit Generationen prägt.

Unsere Werte: Regional, unkompliziert und gemeinschaftlich

Der Berggasthof steht für eine Haltung, die bewusst einfach gehalten ist. Wir setzen auf regionale Lieferanten, kurze Wege und Betriebe aus der Umgebung. Dazu gehören ausgewählte Getränke von regionalen und überregionalen Brauereien.

Unsere Küche ist bodenständig und bewusst klar ausgerichtet. Keine übertriebenen Konzepte, keine Effekthascherei, sondern ehrliche Gerichte und eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlen kann. Gemeinschaft entsteht nicht durch besondere Inszenierungen, sondern durch eine Umgebung, die einlädt, sich zu begegnen.

Berggasthof, Restaurant Spiegelslust Marburg Innenbereich

Warum der Berggasthof so besonders ist

Die Lage im Marburger Stadtwald verleiht dem Gasthof einen Charakter, der in der Region einzigartig ist. Der kurze Weg vom Spiegelslustturm zum Berggasthof verbindet den Panoramablick über Marburg mit der Ruhe des Waldes. Dieser Kontrast macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis: Der Blick über die Stadt geht nahtlos über in eine Umgebung, die von frischer Luft und naturnaher Stille geprägt ist.

Der Berggasthof profitiert von dieser Lage in vielerlei Hinsicht:

Wanderwege führen direkt bis vor die Tür

Radfahrer schätzen die gute Erreichbarkeit und sichere Umgebung

Familien finden ausreichend Platz und eine entspannte Atmosphäre

Studierende nutzen den Ort für Treffen, Lernpausen oder Auszeiten im Freien

Diese Vielfalt sorgt dafür, dass der Gasthof ein lebendiger, vielseitiger Treffpunkt bleibt.

Menschen, die zusammenkommen: Unser Alltag im Gasthof

Jeden Tag entsteht im Berggasthof eine Mischung verschiedenster Besuchergruppen, die den Ort auf unterschiedliche Weise nutzen:

  • Wandergruppen nach einer Tour
  • Studierende auf dem Weg zum Turm
  • Familien bei einem Tagesausflug
  • Radfahrer auf längeren Strecken
  • Gäste aus Marburg, die eine Pause im Grünen suchen
  • Besucher des Spiegelslustturms, die den Ausblick mit einer Einkehr verbinden

Diese Vielfalt ist für uns zentral. Sie bringt Leben in den Gasthof und spiegelt genau das wider, wofür der Ort steht: Gemeinschaft, Natur und entspannte Gastlichkeit.

Blick nach vorn: Weiterentwicklung mit Augenmaßs

Der Berggasthof soll sich behutsam weiterentwickeln, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Überlegungen wie neue Holzstühle im Außenbereich, ein Wintergarten oder zusätzliche Angebote für Radfahrer – etwa E-Bike-Ladestationen – sind Teil einer langfristigen Planung. Wichtig ist uns, dass jede Veränderung die Umgebung respektiert und den Gasthof als Ort der Begegnung stärkt.